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Jugend Workshop Rwigembe Foto Micha BauchDie fröhliche und einladende Warmherzigkeit, mit der wir in Tansania in unserem Partnerkirchenkreis „Kusini A“ im September 2022 empfangen wurden, hat uns alle tief beeindruckt.

Die Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen „Bonn“ und „Kusini A“ besteht seit ungefähr 50 Jahren und lebt von gemeinsamem Engagement, geistlichem Austausch und vor allem auch von den Begegnungen, wenn sich Delegationen auf den weiten Weg machen – 6000 km -, um den anderen Kirchenkreis zu besuchen.

In Trinitatis werden für diese Partnerschaft Kollekten gesammelt.

Am 01.12.2022 um 19.00 Uhr laden wir zu einem Informationsabend, mit Bildern, Eindrücken und lebendigen Berichten ein. Der Ort wird an dieser Stelle bekanntgegeben oder wenden Sie sich an Stefanie Graner (Tel.: 0228 5387066).

Als eine solche Delegation unseres Kirchenkreises waren wir im September in den Partnerkirchenkreis „Kusini A“ aufgebrochen:

  • Micha Bauch, Gemeindepädagogin aus der Kirchengemeinde Hersel
  • Stefanie Graner, Pfarrerin Friedenskirchengemeinde
  • David und Maxine Petker, Auferstehungskirchengemeinde
  • Sara Schneider, Jugendleiterin Kreuzkirchengemeinde
  • Henrike Westphal, Diakonin und Jugendleiterin Johanniskirchengemeinde

Delegation und Gastgeber Foto Micha BauchAn unserer Delegation ist schon zu erkennen, mit welchem Auftrag wir unterwegs waren: Es ging um die Themen und Fragen junger Menschen in unseren Gemeinden und Kirchenkreisen und darum, eine Jugendbegegnung vorzubereiten, die in den nächsten Jahren stattfinden soll.

Was wir erlebten war so vielfältig wie eindrücklich, dass es mit Worten kaum zu beschreiben ist:

Wir lernten ein Ausbildungsprojekt für Aidswaisen und junge Menschen aus armen Familien kennen, die uns mit fröhlichem Gesang und Tanz begrüßten und jede und jeden von uns mit maßgeschneiderten Kleidern beschenkten;

Wir besuchten ein Wohnheim für Behinderte und feierten fröhlich Gottesdienst mit ihnen;

Wir nahmen am Konfirmandenunterricht mit ca. 89 Kindern teil, in dem uns die Kinder erzählten, dass alle in der Kirche Verantwortung für die Gemeinde haben und sich möglichst mit ihren Gaben einbringen sollen;

Wir besuchten eine Schule, die einer der Pfarrer mit seinem Familienvermögen aufgebaut hat, weil ihm eine gute Bildung für die Kinder in seiner Gegend ein Herzensanliegen ist, 

Wir feierten in verschiedenen Gemeinden den Sonntagsgottesdienst mit, durften predigen, singen, tanzen und staunen über die große Glaubensfreude und -begeisterung;

Wir erfuhren, dass alle Gemeinden des Kirchenkreises schon seit Monaten Gaben und Geld gesammelt hatten, um uns bei sich aufnehmen und bewirten zu können.

Wir erlebten wahre und aufmerksame Gastfreundschaft in den Gastfamilien, bei denen wir untergebracht waren;

Wir besichtigten die zwei Krankenstationen, die der Kirchenkreis unterhält, und bewunderten, wie die sehr gut qualifizierten Mitarbeitenden mit relativ wenig Mitteln viel Gutes bewirken können. Sie tun dies aus Überzeugung und weil sie ihre Arbeit als Berufung verstehen;

und so viel mehr…

HUYAWA workshop Elektrikerklasse Foto Micha Bauch AusschnEindrücklich waren auch die vielen fröhlichen Begegnungen nebenbei mit neugierigen Kindern spielend vor den Häusern, winkenden Schulkindern am Straßenrand, lächelnden Frauen beim Einkaufen, Männern auf Motorrädern und fußballspielenden Jugendlichen im Abendlicht. Und die Verständigung war meistens einfach, weil doch viele Menschen sich mit Englisch auf einfache Weise verständigen konnten oder zumindest jemanden hatten, die/der gerne übersetzte.

Höhepunkt unserer Reise war ein Jugendworkshop am vorletzten Tag, zu dem der Kirchenkreis eingeladen hatte. Dieser Einladung folgten ca. 400 Personen, größtenteils junge Menschen und Mitarbeitende der Kirchengemeinden, die sich für junge Menschen engagieren. Während des Workshops gab es Informationen zum Stand der Jugend in den Gemeinden, auch Hoffnungen und Ängste junger Menschen in Kusini A wurden benannt, Chöre traten auf, eine Powerpoint-Präsentation informierte die jungen Leute über den Klimawandel und konkrete Auswirkungen bei ihnen vor Ort, außerdem wurden auch Ideen und Wünsche für die Stärkung der Jugend entwickelt. Es war ein Jugendworkshop von der Jugend für die Jugend in Kusini A und wir durften dabei sein, zuhören und ein wenig beitragen. Am Ende mündete der Workshop in eine fröhliche „Party“ mit Tanz, Gesang und Spaß – ein wirklich tolles Erlebnis.

Landschaft Kusini A Foto Micha BauchWir haben viele bunte und eindrückliche Erlebnisse im Gepäck wieder mit nach Hause gebracht und sind motiviert, von diesen Erlebnissen zu erzählen. Die Leidenschaft unserer Partner in Kusini A war ansteckend. Und sie bestärkt uns, eine Jugendbegegnung vorzubereiten, weil die Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen „Kusina A“ und „Bonn“ ein wertvoller Baustein unseres kreiskirchlichen Wirkens ist und auch so bleiben soll. Unser gemeinsames Tun, Nachdenken, Beten und Gotteslob in Deutschland und Tansania soll auch in Zukunft segensreich für alle sein. Deswegen brauchen wir junge Menschen, die sich für die partnerschaftliche Arbeit begeistern lassen.

Henrike Westphal

Weitere Informationen zur Partnerschaft des Kirchenkreises Bonn mit dem Kirchenkreis „Kusini A“ im Nordwesten Tansanias finden Sie hier.

 

Fotos: Micha Bauch