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trimolo: Liederabend - Sing ich noch jenen Traum?
Sonntag, 9. Oktober 2022, 18:00

Ani Hovak Vibration AusschnittEin Liederabend von Johannes Held, Bariton, und Kare Naroyan, Klavier, mit Liedern von Schubert, Schumann, Rihm, Schreier und Mamlok

Eintritt mit Voranmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Karten an der Abendkasse: 20€ / 10€

in Zusammenarbeit mit Liedwelt Rheinland.

(Bild: Ani-Hovak: Vibration)

 

Das Programm:

Ein Traum, sowohl im Schlaf- als auch im Wachzustand, macht eine Verwandlung möglich. Im Zentrum dieses Programms steht der Gedanke der Transformation. Die Töne verwandeln die Worte, die Zeit verwandelt die Musik, die „Neue Musik“ verwandelt den „Alten Text“: Johann Wolfgang von Goethe einerseits, Heinrich Heine andererseits sind die zwei Sprachgrößen des Programms. Diesen gegenüber stehen vier Komponisten.

Goethe in Vertonung von Franz Schubert und Wolfgang Rihm, Heine in Vertonung von Robert Schumann und Anno Schreier. Die bewusste Verflechtung anstelle einer Gegenüberstellung des „Alten und Neuen“ ist ein Versuch, eine Kontinuität der Tradition hervorzuheben.

Die zwei Programmabschnitte werden durch ein Melodram von Robert Schumann für Sprecher und Klavier dramaturgisch abgetrennt. Die Genretrennung kommt mit einem dritten Dichter in Verbindung: Friedrich Hebbel. Ein weiterer Aspekt des Programms sind die Klavierstücke von Ursula Mamlok, die den Zuhörer wie ein Ariadnefaden durch die verschiedenen Ebenen begleiten.

 

Die Ausführenden:

Johannes Held (c)Jens OellermannJohannes Held ist ein Bariton mit festem, leuchtenden Kern und packender expressiver Kraft“, schreibt Susanne Benda in der Stuttgarter Zeitung über den deutschen Bariton. Seit seinem Abschluss 2013 an der Königlichen Dänischen Opernakademie konnte er Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugen. Johannes Held war als Solist an vielen europäischen Opernhäusern tätig, darunter die Königliche Dänische Oper, Wermlandoper (Schweden), Oldenburgisches Staatstheater, Staatstheater Mainz und Theater Bozen (Italien). Sein Repertoire umfasst unter anderem die Rollen des Papageno, Guglielmo, Dr. Falke, Sid und Escamillo.
Als ein erfahrener Solist im Oratorienfach und preisgekrönter Liedsänger war er unter anderem mit dem Orchester der Königlichen Dänischen Oper, Copenhagen Phil, Odense Symphonieorchester, dem Lettischen Nationalorchester, LaVerdi Mailand, dem Orchester Sinfonia Siciliana, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Orchester „Haydn“ in Bozen und Trento zu erleben. Sein Oratorienrepertoire umfasst Werke von Bach, Haydn, Brahms und Mendelssohn. Seine sorgsam durchdachten Liedprogramme fokussieren sich auf Lieder von Schubert, Schumann, Mahler und Weill.

Johannes konnte mit einer Vielzahl an Dirigenten zusammenarbeiten, darunter Ludovic Morlot, Eugene Tzigane, Andris Poga, Claus Peter Flor, Michael Boder u.a.. Er war bei den Meraner Festwochen, der Schubertiade Roskilde, dem internationalen Kammermusikfestival auf den Lofoten, im Auditorium in Bozen, dem Theater Garibaldi in Palermo, beim Festival voxpopuli in Montreal und der Oper Göteborg zu hören. 2018 nahm er zusammen mit Pianist Daniel Beskow Schuberts Winterreise auf, die bei ARS Musikproduktion erschien. Die Aufnahme wurde für den Opus Klassik nominiert.
Johannes Held ist Gründer und Künstlerischer Leiter des Liedfestivals Sindelfingen.
Er studierte in Freiburg und schloss seine Studien in Kopenhagen an der Opernakademie mit Susanna Eken ab. Zu seinen Coaches zählen Mikael Eliasen, Fiona MacSherry, Ouri Bronchti und Tim Ribchester. Weitere Impulse erhielt er von Deborah Polaski.
Johannes Held ist dankbar für die vielfältige Unterstützung, die er von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, dem Evangelischen Studienwerk „Villigst“, der Richard Wagner Stiftung und der Kunststiftung BW erhielt.

Bild: Jens Ollermann

 

Nare Karoyan, Pianistin:

Nare Karoyan (c)Danilo Renato FloreaniDas Üben fürs nächste Konzert.
Die Musik und die Sprache.
Die „Geistervariationen“, „ Fêtes lointaines“ und „In the Mists“ auf der CD «Shadowlines».
Die soziopolitischen Veranstaltungen. Der Versuch sich von gewissen Vorurteilen zu befreien.
Das Kulturzentrum «Sinngewimmel».
Das Gefühl des unerhört Neuen beim Erhalten des Auftragswerks vom Komponisten.
Die unerwarteten Ausdrucksmöglichkeiten der interdisziplinären Projekte.
Der Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau und das Treffen mit Florian Noack.
Das Üben, die Meisterkurse, die Konzertreisen, das Unterrichten, das Lesen, die Ausstellungen.
Die Hochschule für Musik Karlsruhe. Der Prof. Peter Eicher und die Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln.
Die Schubert-Aufnahmen von Ian Bostridge.
Die Hochschule in Musik und Tanz in Köln. Der Prof. Pierre-Laurent Aimard und die Entdeckung der Neuen Musik.
Das Cembalo-Üben. Die vielen Kammermusikstunden. Der Prof. Anthony Spiri.
Die Berliner Philharmoniker, Cecilia Bartoli, Elisabeth Leonskaja, Radu Lupu, Arkadi Volodos.
Die Universität der Künste Berlin. Der Prof. Pascal Devoyon. Der Anfang der einsamen Jahre.
Das Motto «nach dem Konzert ist vor dem Konzert» der Jugendjahre. Die Wettbewerbe.
Der Prof. Sergey Kechek und der Musikverein «Neue Namen». Der Flügel «Zimmermann».
Der weich-wackelige Trolleybus Nr. 9, der zur Musikschule in der Khanjian Straße fuhr.
Die unter Begleitung der klassischen Musik geschauten Zeichentrickfilme vom kleinen Bruder.
Die fürs Klavier-Üben zurechtgeschnittenen hellgrünen Handschuhe aus Wolle.
Die Galerie «Ex Voto» vom Papa in der Aram Straße.
Das Klavierüben von der Mama im Kerzenlicht.

 Bild: Danilo-Renato-Floreani