Zu Beginn: Eine Kerze anzünden

Eine*r spricht: „Die Glocken läuten und rufen zum Gebet.
Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Wir sind versammelt.
An unterschiedlichen Orten.
Zur gleichen Zeit.
Verbunden im Glauben.
Wir feiern in Gottes Namen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“

Eine*r betet:
„Guter Gott, ich bin hier. Und Du bist hier.
Ich bete zu Dir. Und weiß: Ich bin verbunden. Mit Dir.
Mit anderen, die zu Dir beten. Genau jetzt. Genau so.
Ich bin hier. Und Du bist hier. Das genügt.
Ich bringe Dir alles, was ist.
(Zeit der Stille)
Höre auf unser Gebet. Amen“

Worte zum Hören: Johannes 19, 16-30
Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied. (Vers 30)

Gedanken zum Teilen
Auf dem Hügel Golgatha geht es geschäftig zu: Soldaten gehen ihrem Handwerk der Kreuzigung nach und teilen die Kleider Jesu unter sich auf - zwischen Pilatus und den Hohenpriestern gibt es Streit über die richtige Aufschrift am Kreuz - viele Zaungäste stehen am Rand und verfolgen gespannt das Geschehen.
Ruhe geht nur vom Gekreuzigten aus. Dem Tod ganz nahe, fällt sein Blick auf seine Mutter und den Jünger Johannes. Mit den Worten: „Siehe, das ist dein Sohn“ und „Siehe, das ist deine Mutter“ sorgt er für eine gute gemeinsame Zukunft der beiden.
Und dann: „Es ist vollbracht.“ Der Kopf fällt zur Seite. Gottes Liebe zu den Menschen ist zu ihrem Ziel gekommen. Hier im Johannesevangelium stirbt Jesus still und ruhend im
Gottvertrauen. So erträgt er das Schwere.
> Ob mich und Sie unser Gottvertrauen auch so tragen kann, wenn es ans Ende geht? Und wie ist das mit dem Gottvertrauen im Leben? <
karfreitagIm Wappen der Insel Borkum steht der Satz: „Mediis tranquillus in undis“: „Ruhig inmitten der Wogen“. Welch ein Gottesgeschenk, wenn uns in unruhigen und besorgniserregenden Zeiten der Glaube als Quelle der Kraft und der Ruhe festen Grund unter die Füße gibt!

Anregung
Versuchen Sie sich zu erinnern: Gab es schwierige Situationen in meinem Leben, in denen mir mein Gottvertrauen half, die Ruhe zu bewahren? Konnte ich Ruhe ausstrahlen, die auch für andere hilfreich war?

Worte zum Beten
Mit der Jahreslosung beten wir: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ Amen.

Segen: Eine*r oder alle gemeinsam:
„Gott segne uns und behüte uns.
Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Erhebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.“

Zum Schluss daran denken: Kerze auspusten