Der richtige Umgang mit fürchterlichen und schmerzhaften Erinnerung an die Shoah war und ist in Israel umstritten. Seit den 1940er Jahren war diese Auseinandersetzung durch religiöse und politische Zielsetzungen geprägt. 2012 wurde Yad Vashem von ultraorthodoxen Juden beschmiert; eine Parole war: „Hitler, Danke für den Holocaust“. Dieses extreme Beispiel zeigt, wie sehr die Gedenkstätte für die Opfer der Shoah Yad Vashem, auch eine pädagogische und wissenschaftliche Institution, angegriffen wird.

Dr. Georg Osterfeld wird die Anfänge der Erinnerungskulturen und den Erinnerungsort vorstellen und aktuelle Entwicklungen von Parteien, religiösen Gruppen und Gedenkalternativen einschätzen.